Unsere Fahrt Nach Helgoland am 05.06.2019

oder

Mit der DMSG  auf Hochseefahrt zum "heiligen Land"

Es war ein wunderschöner Tag. Das Wetter war sonnig und blieb auch so. Das Meer war ruhig, höchstens mal etwas kabbelig. Es mußten keine Papiertüten verteilt werden.

Wir haben uns auf diesen Tag gefreut, den wir dem Bremerhavener Matjes-Orden zu verdanken haben und von der Organisation her Herrn Kurt Bange. Er hat eine wunderbare Organisation hinbekommen. Alles stimmte. Sogar das Wetter. Ein besondere Dank an ihn.

Kurt Bange hatte für diese Fahrt ein umweltfreundliches Schiff ausgesucht, das gasbetrieben wurde und behindertengerecht ausgestattet war. Da es den Hafen von Helgoland anlief, konnten wir bequem an Land gehen, ohne über die Börteboote ausgebootet zu werden. Für manche mag das ein Gewinn gewesen sein, andere haben vielleicht ungern auf das Abenteuer das Ausbootens verzichtet.

Schon vom Schiff aus konnten wir die typischen Farben von Helgoland erkennen:

 

 

 

Grün ist das Land,
Rot ist der Rand,
Weiß ist der Sand,
Das sind die Farben von Helgoland

Foto: Sascha Lüttgering

Ob auf dem Schiff oder später dann auf Helgoland trafen wir beim Bummeln immer wieder auf vertraute Gesichter. Kleine oder längere Begegnungen, Gespräche, Austausch, alles war möglich.

 

Die Sonne stach und Schatten war an Land zumindest im Oberland kaum zu haben. Davon ließ sich aber kaum jemand abhalten, um per Stufen oder Fahrstuhl ins Oberland zu gelangen. Manche umwanderten die Insel über den ganzen ca. 1,5 km langen Rundweg, vorbei an verschiedenen Aussichtspunkten mit romantischen Meerblicken, in Begleitung von Vogelgeschrei der unterschiedlichsten Arten. Und dann endlich war die lange Anna in Sicht. Sie ist etwas gefährdet, wie wir hörten, weil die Nordsee manchmal sehr an ihr nagt. Aber noch ist sie in voller Schönheit zu bewundern.

                                                                                                                                                                          Foto: Sascha Lüttgering

Auf dem Rundweg im Oberland wurden wir durch Hinweistafeln auf Wissenswertes hingewiesen. Dazu gehört auch Historisches. So konnten wir erfahren, daß Helgoland vor ca. 7.000 Jahren noch als äußerer Zipfel einer Halbinsel zum Festland gehörte und das dort menschliche Kultur nachgewiesen ist, die bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. An den Felsen fanden heilige Feste statt und wurden Häuptlinge begraben. Diese Bedeutung läßt sich noch heute aus dem Namen "Helgoland" erkennen: Heiliges Land.

Und so konnten wir feststellen, daß uns unsere Hochseefahrt nicht nur sehr erfreut hat, sondern sogar auch ins heilige Land führte.

Wir werden diesen Tag in schöner Erinnerung behalten.
Herzlichen dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

Ilka Schnaars